Wörterliste: Begriffe zum Nachschlagen, die du noch nicht kennst.


Hier kannst du Begriffe nachschlagen, die du nicht kennst oder nicht verstehst.

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A

Anwerbeabkommen

Am 20. Dezember 1955, unterzeichneten in Rom der italienische Außenminister, der deutsche Arbeitsminister und der deutsche Botschafter das deutsch-italienische Anwerbeabkommen. Es folgen weitere Anwerbeabkommen mit Spanien und Griechenland (1960), mit der Türkei (1961), Portugal (1964), Tunesien und Marokko (1965) sowie Jugoslawien (1968). Die Abkommen regelten unter anderem die Lohnhöhe, die Übernahme der Reisekosten und die Zuständigkeit der Arbeitgeber für die Unterkunft.

(Quelle: Bundeszentrale für politische Bildung)



Anwerbestopp

1973 wird vom Bundeskabinett beschlossen, dass keine ausländischen Arbeitnehmer aus den damaligen Anwerbestaaten mehr zum Zwecke der Arbeitsaufnahme nach Deutschland einreisen dürfen. In der Zwischenzeit sind jedoch Griechen, Portugiesen und Spanier - ehemalige Anwerbeländer - Mitgliedsstaaten der EU geworden. Für ihre Staatsangehörigen besteht Freizügigkeit, d.h. sie können in jedem Mitgliedsstaat Arbeit aufnehmen.

(Quelle: Bundeszentrale für politische Bildung)



Asyl

Unter der Bezeichnung Asyl versteht man einen Zufluchtsort, von dem man nicht gewaltsam weggeholt wird. Das Recht auf Asyl ist in Artikel 16a des Grundgesetzes geregelt. Asyl steht allen Menschen zu, die politisch verfolgt werden. Das bedeutet, dass sie von ihrem Staat wegen ihrer politischen Überzeugung so stark ausgegrenzt werden, dass ihre Menschenwürde verletzt ist. Allgemeine Notsituationen wie Armut oder Bürgerkrieg berechtigen hingegen nicht zu Asyl.

(Quelle: Bundeszentrale für politische Bildung)



Asylbewerber*in

Asylbewerber*innen sind Menschen, die in einem fremden Land Asyl beantragen, das heißt sie ersuchen die Aufnahme in diesem Land und den Schutz vor politischer, religiöser oder geschlechtsspezifischer Verfolgung. Wird ihr Antrag auf Asyl abgelehnt, müssen sie Deutschland wieder verlassen. Herrscht allerdings in ihrem Heimatland Krieg oder Bürgerkrieg, werden sie nicht zur Ausreise gezwungen.

(Quelle: Bundeszentrale für politische Bildung)



Aussiedler*in

Als Aussiedler*innen und Spätaussiedler*innen versteht man Zugewanderte deutscher Abstammung, die seit dem Jahr 1950 aus der ehemaligen Sowjetunion und anderen osteuropäischen Staaten in die Bundesrepublik Deutschland emigriert sind. Zwischen 1950 und 2016 wanderten mehr als viereinhalb Millionen Menschen im Rahmen des (Spät-)Aussiedlerzuzugs nach Deutschland ein.

(Quelle: Bundeszentrale für politische Bildung; Bundesamt für Migration und Flüchtlinge)



Auswanderung

Auswanderung oder Emigration ist das dauerhafte Verlassen des eigenen Heimatlandes. Wahre Auswanderungswellen wurden in der Vergangenheit durch Wirtschaftskrisen oder durch Naturkatastrophen ausgelöst, die einen weiteren Aufenthalt in den Ursprungsgebieten unmöglich machten.

(Quelle: Bundeszentrale für politische Bildung)



D

Deutsche Staatsbürgerschaft

Staatsbürgerschaft und Staatsangehörigkeit werden in Deutschland synonym verwendet. Die deutsche Staatsangehörigkeit wird durch Geburt erworben. Wenn also ein Elternteil deutsch ist, wird das Kind auch deutsch. Ausländer*innen können, wenn bestimmte Voraussetzungen erfüllt sind, die Einbürgerung beantragen und dann die deutsche Staatsbürgerschaft erhalten.

(Quelle: Bundeszentrale für politische Bildung)



E

Einbürgerung

Ausländer*innen, die in Deutschland leben, können die deutsche Staatsbürgerschaft beantragen. Eingebürgert werden kann, wer nach acht Jahren regelmäßigen, rechtmäßigen Aufenthalts einen Sprach- und Staatsbürgertest besteht, auf seine bisherige Staatsangehörigkeit verzichtet (hierzu gibt es zahlreiche Ausnahmen), seinen eigenen Lebensunterhalt sichern kann und damit nicht auf Sozialhilfe angewiesen ist und keine schweren Straftaten begangen hat. Kinder ausländischer Eltern erwerben mit der Geburt das Recht auf die deutsche Staatsangehörigkeit, wenn ein Elternteil seit acht Jahren in Deutschland wohnt.

(Quelle: Bundeszentrale für politische Bildung)

Einwanderung

Einwanderung bezeichnet den dauerhaften Eintritt einer Person in ein Land, welches nicht ihr Heimatland ist. Besonders geprägt von dem Phänomen der Einwanderung ist die USA. Neben Kanada und Australien bilden die Vereinigten Staaten eines der "klassischen" Einwanderungsländer.

(Quelle: Bundeszentrale für politische Bildung)



Einwanderungsland

Die Bundesrepublik Deutschland kann im 21. Jahrhundert sicher als Einwanderungsland bezeichnet werden. Wanderungsbewegungen in der Vergangenheit und Gegenwart haben dazu geführt, dass die deutsche Gesellschaft heute eine ähnliche ethnische, kulturelle und religiöse Vielfalt aufweist wie andere Einwanderungsgesellschaften.

(Quelle: Bundeszentrale für politische Bildung)




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